Stützpunkte

Für Sonderaufgaben gibt es im Bezirk Rohrbach verschiedene Stützpunktfeuerwehren mit speziellem Gerät, welche im ganzen Bezirk oder bei Bedarf auch überörtlich in anderen Landesteilen eingesetzt werden. Finanziert werden diese Geräte vom Landesfeuerwehrverband im Rahmen des Katastrophenhilfsdienstes (KHD) aber auch vom Bezirksfeuerwehrkommando bzw. z.T. von den Feuerwehren die mit dieser Aufgabe beauftragt sind. Geschaffen wurde der Katastrophenhilfsdienst nach der Hochwasserkatastrophe im Jahr 1954 und die OÖ Landesregierung schuf mit dem Katastrophenhilfsdienstgesetz (LGBl. Nr. 8/1955) bereits am 15. Dezember 1955 die gesetzliche Grundlage hierfür. Im Bezirk Rohrbach sind folgende Stützpunkte bei den genannten Feuerwehren eingerichtet:

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Atemschutzfahrzeug – St. Peter am Wimberg

Das Atemschutzfahrzeug wird bei Großeinsätzen im Bezirk Rohrbach verwendet um direkt am Einsatzort die verbrauchten Atemschutzflaschen der eingesetzten Feuerwehren neu mit Atemluft zu füllen. Zu diesem Zweck ist das Fahrzeug mit einem Notstromaggregat sowie einem Atemluftkompressor ausgestattet. Mit an Bord sind auch 6 Atemschutzgeräte sowie Reservepressluftflaschen sowie 3 Langzeitatemschutzgeräte Travox welche bei längeren Einsätzen eine Einsatzdauer von bis zu 2 Stunden ermöglichen. Für den Umgang mit gefährlichen Stoffen sind 3 Stück Vollschutzanzüge der Schutzstufe 3 (gasdicht) auf dem Fahrzeug verlagert. Zur Ausrüstung gehört auch ein kombiniertes Be- und Entlüftungsgerät der Marke Auer.


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Notstromerzeuger Rohrbach

Bei der Schneedruckkatastrophe von 1979 musste man erkennen, dass eine Nahversorgung mit Strom nicht immer möglich ist. Aus diesem Grund wurde in jedem Bezirk ein Notstromaggregat mit 30 kVA Leistung stationiert. Diese Aggregate finden aber auch beim Einsatz von stärkeren elektrischen Verbrauchern ihrer Anwendung, wie z.B. der Einsatz von Hochleistungspumpen bei der Hochwasserkatastrophe 2002.

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Ölfahrzeug - Rohrbach

Das Ölfahrzeug ist nicht nur für Einsätze mit Mineralölprodukten auf Land und Wasser geeignet. Mit der Ausrüstung können auch kleinere Gefahrguteinsätze bewältigt werden. Das Fahrzeug ist mit verschiedensten Übergangsstücken, Schläuchen und Armaturen ausgestattet. Weiters sind 3 Schutzanzüge der Schutzstufe 2 (nicht gasdicht) sowie 3 Stück Flammschutzanzüge und Einwegschutzanzüge mit an Bord. Es gibt verschiedene Pumpensysteme wie eine Hydrovac, 2 Turbinenpumpen und eine Ex-geschützte Fasspumpe. Zum Ölfahrzeug gehören auch Chemikalien- und Ölbindevlies, Ölbindemittel sowie eine Ölsperre mit einer Länge von 75 m.

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Taucherstützpunkt - St. Martin, St. Peter, Niederranna

Der Taucherstützpunkt 6 im Bezirk Rohrbach besteht aus den Tauchergruppen Niederranna, St. Peter und St. Martin mit insgesamt 36 Tauchern. Zur Aufgabe der Tauchergruppen gehört die Suche nach ertrunkenen Personen nach Unfall oder Selbstmord. Ebenso unterstützen die Tauchergruppen bei der Bergung von Fahrzeugen, Schiffen oder Gerätschaften aus dem Wasser.
Angefordert wird der Taucherstützpunkt nicht nur im Bezirk Rohrbach sondern bei größeren Sucheinsätzen auch im ganzen Bundesland. Die häufigsten Einsatzgebiete im eigenen Bezirk sind die Donau sowie die zahlreichen Flüsse und Teiche.


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Wasserstützpunkt - Rohrbach

Die Wasserstützpunkte sind mit verschiedenen Booten ausgestattet. Es handelt sich hierbei um Zillen, Motorzillen, Arbeitsboote (A-Boote) und Schlauchboote. Aufgeteilt sind diese auf die Feuerwehren Niederranna, Kirchberg, Neuhaus-Untermühl, St. Peter am Wimberg sowie St. Martin. Diese Wasserfahrzeuge haben sich vor allem im Hochwassereinsatz sehr gut bewährt und dienen zur Rettung von Menschen, Tieren und Sachgütern. Auch der Einsatz bei Ölunfällen wird mit den motorisierten Wasserfahrzeugen zum Beispiel beim Aufbringen von Ölsperren erleichtert. Auch die Taucher nutzen die Boote bei ihren Einsätzen in den Gewässern. 


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Kranfahrzeug – Rohrbach

Die eigentlichen Kranstützpunkte umfassen Bergekranfahrzeuge mit einer Hubkraft von 500 kN. Für den Bezirk Rohrbach ist hier das Kranfahrzeug bei der Feuerwehr Bad Leonfelden im Bezirk Urfahr Umgebung stationiert. Es gibt aber bei der Feuerwehr Rohrbach ein Allradeinsatzfahrzeug mit einem funkferngesteuerten Ladekran. Mit diesem Kran ist es möglich eine Arbeitshöhe von 23 m und einen Aktionsradius von rund 20 m zu erreichen. Der Arbeitskorb ist mit einer Hochdruckangriffseinrichtung versehen und mit Hilfe der Korbtrage können Personenrettungen vorgenommen werden. Für technische Einsätze steht eine Hubkraft von maximal 70 kN zur Verfügung.

Der Kran bei einer Traktorbergung im Einsatz. Bei einem Brand in Sarleinsbach wird über den Arbeitskorb Wasser abgegeben. Mit Hilfe der Korbtrage wird ein Patient aus großen Höhen gerettet. Die Reichweite des Kranes deckt die meisten Objekte ab.

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Flughelfer - Rohrbach

Die Zusammenarbeit mit Luftfahrzeugen ist ein bedeutender Schritt in der taktischen und technischen Entwicklung der Feuerwehr. Hubschrauber und Flugzeuge sind heute für die Unterstützung der Feuerwehr bei Wald- und Flächenbränden sowie bei Hochhausbränden von wesentlicher Bedeutung.
Damit die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Luftfahrzeug klaglos funktioniert, sind einige grundsätzliche Kenntnisse, gegenseitiges Kennenlernen und Verstehen, sowie gemeinsames Üben Voraussetzung.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, stehen speziell ausgebildete Feuerwehrmänner, sogenannte FLUGHELFER für einen Luftfahrzeugeinsatz zur Verfügung.

Im Bezirk Rohrbach gibt es 2 Flughelfer, die auch überörtlich zum Einsatz kommen (Hochwasser 2002 im Bezirk Urfahr Umgebung). Der Flughelferstützpunkt wurde 1991 in Rohrbach, aus Erkenntnissen einer Waldbrandbekämpfungsübung im Böhmerwald, installiert. Im Zuge dieser FUB-Übung, unter dem damaligen Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Friedrich Hauer (jetziger Landesfeuerwehrkommandant-Stv.), musste festgestellt werden, dass ein Brand im Böhmerwaldgebiet, welches auch ein beliebtes Ausflugsgebiet darstellt, mit herkömmlichen Mitteln katastrophale Folgen hätte (Mangel an natürlichen Löschwasser).
Eine umfassende Beurteilung ergab sodann die Notwendigkeit eines Flughelferstützpunktes im Bezirk Rohrbach.


Auch Flächenflugzeuge werden zur Waldbrandbekämpfung eingesetzt. Ein Flughelfer kann mit der Winde an exponierten Stellen abgesetzt werden. Der Hubschrauber bringt einen Absetzbehälter mit Wasser auf den Berg. Der Flughelfer weist den Notarzthubschrauber bei einem Verkehrsunfall in Rohrbach ein.

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Drehleiter 23-12 - Rohrbach

Type: Mercedes Benz Econic 1828
Baujahr: 2006
Funkrufname: Leiter Rohrbach
Ausrüstung: Wasserwerfer, Rollgliss, Gerätesatz Absturzsicherung, Krankentrage, Korbtrage, Fognails, D-Schnellangriffstasche, Feuerlöscher, Motorsäge, Schnittschutzhose, Schläuche, Strahlrohre, Atemschutzgeräte, Notstromaggregat, Beleuchtungsmittel, Megaphon, Handfunkgerät, elektrischer Druckbelüfter ...
Verwendung: Die Drehleiter ist ein Rettungsgerät für die Brandbekämpfung sowie für die Unterstützung bei technischen Einsätzen. Das Fahrzeug wurde von allen Gemeinden des Bezirkes mitfinanziert und für den gesamten Bezirk Rohrbach zuständig.


Der Flughelfer weist den Notarzthubschrauber bei einem Verkehrsunfall in Rohrbach ein.

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Strahlenmessstützpunkt - Oberkappel und Auberg

Im Bezirk Rohrbach gibt es 2 Strahlenmessstützpunkte, den des OÖ Landesfeuerwehrverbandes in Oberkappel und vom Bezirksfeuerwehrkommando wurde ein zusätzlicher Stützpunkt in Auberg eingerichtet. Gerade durch die Nähe zum tschechischen Kernkraftwerk Temelin ist diese Einrichtung der Feuerwehr bei einem Störfall sehr wichtig. Bereits beim Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl unternahmen die Strahlenmesstützpunkte erste Messungen und wurden auch zur Kontrolle von Fahrzeugen auf Kontamination an den Grenzübergängen nach Tschechien eingesetzt.
Foto: FF Oberkappel Foto: FF Oberkappel Foto: FF Oberkappel

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Stand: 26-Nov-2006
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